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Sandra Schlipkoeter, d33841, 2021, Acryl auf Papier, Scherenschnitt, gerahmt, 29,5 x 21 cm

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Beschreibung

Sandra Schlipkoeter legt ihren Arbeiten ein physikalisches Phänomen zugrunde, welches sie aus dem Raum des Un-Sichtbaren isoliert und es in einen sichtbaren Kontext überträgt. Interferenzen sind Überlagerungen von Wellen im optischen Raum, die komplexe Linienmuster erzeugen und die mittels eines digitalen Fotos in den Computerbildschirm sichtbar gemacht werden. Wellenartige Linien scheinen sich in nicht definierbarer Rhythmik auf dem Bildschirm zu manifestieren. In ähnlicher Art beweist sich das Phänomen des Lichts, als nicht greifbares, aber dennoch stets anwesendes Momentum. Die Künstlerin bedient sich jener nicht haptischen Sphären und übersetzt sie in eine gegenständliche, skulpturale, sowie malerische und installative Kunst.


Die gerahmten Werke Sandra Schlipkoeters beweisen sich als mehrschichtige Arbeiten, die sich in bewegten Wellen und Linien artikulieren. Die zahlreichen Ebenen werden dynamisch miteinander verwoben, zitieren die grafischen Linien der digital erzeugten Störungen und bieten uns somit einen spannenden, nicht ganz eindeutigen Moment der Betrachtung. Diese Bildgestaltung basiert auf einem wohldurchdachten und über die Jahre gründlich erforschten Vorgehen von Seiten der Künstlerin. Dabei nähert sie sich dem ephemeren Phänomen von künstlerischer Seite über das Ausloten unterschiedlicher Kombinationsmöglichkeiten und der technologischen Artefakte.


Neben den vielschichtigen Scherenschnitten, die sich mehrdimensional miteinander verflechten, beweist die Künstlerin darüber hinaus ihr handwerkliches Können auf Ebene der klassischen Ölmalerei. In illusionistischer Manier bannt sie ein Licht- und Schattenspiel auf Leinwand, welches die digitalen Interferenzen zitieren und sich erst im genauen Hinsehen als solche erkenntlich zeigen. Hierbei spielt die Künstlerin mit Farbverläufen und fingierter Bewegung in einem undefinierbaren Raum.


Sandra Schlipkoeter